BioComm Community Network · openmyconet.de
Listen to
the Forest
Ein weltweites Citizen-Science-Netzwerk zur Erfassung bioelektrischer Signale aus Mykorrhiza- und Pilznetzwerken. Die Signale existieren — die Frage ist, was sie bedeuten.
Genieße die Musik während du den weiteren Inhalt durchforstest.
Unter unseren Füßen liegt das älteste und weitreichendste Kommunikationsnetzwerk der Erde. Mykorrhiza-Pilze verbinden seit 400 Millionen Jahren nahezu alle Landpflanzen miteinander — sie transportieren Nährstoffe, übermitteln Warnsignale und koordinieren das Leben im Boden auf eine Weise die wir gerade erst zu verstehen beginnen. Sie senden elektrische Signale. Messbar. Reproduzierbar. Und bisher kaum entschlüsselt.
OpenMycoNet stellt die einfache aber weitreichende Frage: Was passiert wenn wir aufhören, Böden nur von außen zu analysieren — und stattdessen anfangen zuzuhören was das Netzwerk selbst sendet? Was wenn die Pflanze uns längst sagt dass sie Durst hat, bevor wir es sehen? Was wenn der Boden selbst meldet dass ein Schädling naht, bevor der erste Schaden entsteht?
Das sind keine spekulativen Fragen. Die wissenschaftliche Grundlage existiert. Was fehlt sind Daten — viele, aus verschiedenen Klimazonen, Substraten, Jahreszeiten. Genau das kann kein einzelnes Labor liefern. Aber eine weltweite Gemeinschaft von Menschen die in ihrem Garten, ihrem Wald, ihrem Gewächshaus messen — schon.
Präzisionslandwirtschaft
Wenn wir die Signalmuster von Trockenstress, Nährstoffmangel und Schädlingsbefall kennen, können Landwirte reagieren bevor Schäden entstehen — ohne Chemie, ohne Flächenpauschalen, ohne Raten.
Das Mykorrhiza-Netzwerk als Frühwarnsystem für den Acker.
Waldschutz
Wälder kommunizieren über ihr unterirdisches Pilznetzwerk. Veränderungen in den Signalmustern könnten Trockenheit, Borkenkäferbefall oder Brandgefahr anzeigen — Wochen bevor es sichtbar wird.
Der Wald der uns warnt, bevor es zu spät ist.
Bodenregeneration
Durch gezielte Frequenzstimulation lässt sich die Aktivität von Mykorrhiza-Netzwerken beeinflussen — möglicherweise um geschädigte Böden schneller zu regenerieren und Nährstofftransport zu fördern.
Nicht Chemie, sondern Dialog mit dem Boden.
Klimaschutz
Gesunde Mykorrhiza-Netzwerke binden nachweislich CO₂. BioComm könnte als unabhängiges Monitoring-Instrument für Boden-Carbon-Zertifikate dienen — kontinuierlich, ortsunabhängig, fälschungssicher.
Der Boden als messbarer Klimaschützer.
Grundlagenforschung
Adamatzky et al. haben gezeigt dass Pilz-Spike-Trains strukturelle Ähnlichkeiten mit menschlichen Sprachen aufweisen. Wenn das stimmt — was sagen sie? Jede Messung im OpenMycoNet-Netzwerk ist ein Datenpunkt auf dem Weg zur Antwort.
Die älteste Sprache der Erde entschlüsseln.
Was wir noch nicht wissen
Vielleicht gibt es Signalmuster die wir noch gar nicht kennen. Vielleicht kommunizieren Netzwerke über Entfernungen auf eine Weise die unsere Modelle nicht vorhersagen. Das ist der eigentliche Grund für OpenMycoNet — nicht das Bestätigen von Hypothesen, sondern das Entdecken von Überraschungen.
Die interessantesten Antworten sind die, nach denen wir noch nicht gefragt haben.
Das Netzwerk sendet. Wir haben gerade erst angefangen zuzuhören.
Jeder BioComm-Knoten der weltweit in Betrieb geht bringt uns einen Schritt näher an das Verständnis — für alle.
Mykorrhiza-Pilze verbinden über 90 % aller Landpflanzen. Sie senden elektrische Signale — messbar, reproduzierbar, rätselhaft. Gemeinsam können wir verstehen was sie bedeuten.
Globale Datenbasis
Deine Messung in Maintal, eine in Osaka, eine in São Paulo — zusammen entsteht ein Datensatz den kein einzelnes Labor erzeugen könnte.
Echte Wissenschaft
Die Signale existieren nachweislich (Adamatzky et al., 2022). Du hilfst dabei herauszufinden was sie bedeuten.
KI die dazulernt
Jede Messung verbessert das gemeinsame KI-Modell. Je mehr Teilnehmer, desto klüger das System — für alle.
Offene Daten
Alle Messdaten unter Creative Commons CC BY 4.0 — frei für Wissenschaft und Forschung.
Geringer Aufwand
Elektroden in den Blumentopf, BioComm starten, fertig. Das System läuft im Hintergrund.
Citizen Science
Wie SETI@home — nur mit dem entscheidenden Unterschied: die Signale die wir suchen sind bereits da.
Die Ergebnisse und Daten des Netzwerks stehen allen offen — auch ohne eigenen Knoten. Wer selbst einen BioComm-Knoten betreiben möchte, bewirbt sich unten für einen der kuratierten Plätze.
Hardware leihen
BioComm-Messgerät als Leihgerät erhalten — Pfand ca. 100 € (finale Kosten folgen). Rückgabe jederzeit möglich.
Pfand ca. 100 €
BioComm herunterladen
Die BioComm-Software kostenlos herunterladen — keine Installation, kein Python nötig.
Kostenlos
Elektroden setzen
Nadeln in Boden, Blumentopf oder Kompost mit Pilz- oder Mykorrhiza-Substrat.
5 Minuten
Messen & teilen
BioComm verbindet automatisch und lädt die Daten hoch. Analyse und Anonymisierung erfolgen lokal auf deinem Gerät — keine Rohdaten verlassen deinen PC.
GPS-Koordinaten werden auf 10×10 km vergröbert — kein exakter Standort. Keine personenbezogenen Daten. Alle Rohdaten öffentlich zugänglich.
Dein Knoten
Elektroden im Substrat
BioComm.exe
Analyse & Anonymisierung — lokal auf deinem PC
OpenMycoNet
Server & KI-Training
Open Data
CC BY 4.0 — frei für alle
KI-Update
Zurück an alle Knoten
Gemeinsam
Förderer & Kooperationen
Unternehmen und Projekte, die OpenMycoNet unterstützen und mit uns zusammenarbeiten.
Unterstützung
Das Projekt
unterstützen
OpenMycoNet ist ein unabhängiges Citizen-Science-Projekt ohne institutionelle Förderung. Serverkosten und Weiterentwicklung werden durch freiwillige Spenden finanziert. Jeder Betrag hilft.
Du kannst auch spenden ohne Dich registrieren zu müssen, aber wir würden uns freuen wenn Du es dennoch machst und so ein Teil des Netzwerks wirst.
Wir für OpenMycoNet — OpenMycoNet für alle.
Registrierung
Teil des Netzwerks werden
Registriere dich — du erhältst projektrelevante Neuigkeiten per Mail. Eine Registrierung ist nicht mit finanzieller Unterstützung verbunden.
Das Projekt
Unabhängige Wissenschaft
von unten
OpenMycoNet wurde von Robert Jank, unabhängigem Erfinder aus Maintal bei Frankfurt, initiiert — ohne Institutszugehörigkeit, mit dem Ziel zu verstehen was Mykorrhiza-Netzwerke elektrisch signalisieren.
Das zugrundeliegende System BioComm ist durch ein Gebrauchsmuster beim DPMA geschützt. Die Software wird als portable .exe bereitgestellt. Die Messdaten gehören der Gemeinschaft.
Prinzip: Proprietary Intelligence, Open Data — das KI-Modell ist geschützt, die Daten die es trainieren sind frei.
Jahre alt — so lange existieren Mykorrhiza-Netzwerke auf der Erde
aller Landpflanzen sind mit Mykorrhiza-Pilzen verbunden
Messkanäle erfasst BioComm gleichzeitig, bis zu 10.000 Hz
Pfandgebühr für ein BioComm-Leihgerät (ca., finale Kosten folgen)